Johanniskrautöl und Kokosöl

Johanniskraut – eine ganz besondere Pflanze

Das Johanniskraut wird auch als Sonnenkönig der Pflanzenwelt bezeichnet. Die fünf Blütenblätter erinnern an ein Sonnenrad mit Strahlenkrone. Schon in den Augen der alten Germanen besaß die Sonne die Macht, alles Dunkle und Kranke zu bannen – und in den gelben Blüten des Johanniskrauts erkannten sie ein irdisches Abbild des leuchtenden Himmelskörpers.

Bis heute ist die Heilkraft dieser Pflanze unbestritten. Seit Jahrtausenden wird Johanniskraut auf vielfältige Weise medizinisch eingesetzt, da es eine besonders heilsame Wirkung sowohl auf dies Psyche als auch auf den Körper zeigt.

Hypericum (so die lateinische Bezeichnung) wirkt anti-depressiv, ausgleichend und wundheilend. Es lindert Sonnenbrand, Verbrennungen und Nervenschmerzen. Bei Kindern wird es häufig als Mittel gegen Bettnässen und Alpträume angewendet. Johanniskraut-Tee kann als sanfter, natürlicher Stimmungsaufheller eingesetzt werden.

Um den Namenstag des Heiligen Johannes Ende Juni herum beginnt das Johanniskraut zu blühen. Und in diesen herrlichen, sonnigen Juli-Tagen, die wir gerade erleben, befinden wir uns in der Hochzeit der Johanniskraut-Ernte. Das echte Johanniskraut findet man an hellen, warmen und trockenen Standorten.

Rezept zur Herstellung von Johanniskrautöl:

Die Blüten werden an einem sonnigen Tag geerntet. Die trockenen Blüten werden in ein Glas gegeben und mit kaltgepresstem biologischen Oliven- oder Kokosöl aufgegossen. Sie müssen ganz mit Öl bedeckt sein. Das gefülllte Blütenglas bleibt dann mindestens 6 Wochen an einem sonnigen Platz stehen, am besten auf dem Fensterbrett. Das Glas täglich einmal schütteln. Durch den Farbstoff Hypericin färbt sich da Öl mit der Zeit leuchtend rot. Wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, wird das Öl schließlich durch einen Filter gegossen und in dunkle Gläser/Flaschen abgefüllt. Es sollte auch dunkel gelagert werden.

Wichtig für die äußere Anwendung:

nach der Verwendung des Öls nicht direkt in die Sonne gehen, sonst könnten Flecken auf der Haut entstehen.

Johanniskraut-Öl ist hervorragend für die Breuss-Wirbelsäulenregenerations-Massage geeignet. Es hat eine starke energetische Wirkung auf Körper und Seele und intensiviert so die Wirkung dieser wunderbaren Massagetechnik. Wenn Du mehr über diese Technik erfahren möchtest: mein nächster Ausbildungs-Kurs in Breuß-Massage findet am 1. und 2.12.2017 statt. Hier kannst Du die wohltuende, heilsame Wirkung am eigenen Leib erfahren und lernen, diese Methode anzuwenden, den Menschen in Deiner Familie, Deinem Umfeld damit Gutes zu tun und sie sogar professionell anzubieten.

Kokosöl – das Wundermittel

Eine wunderbare Möglichkeit ist es auch, statt Olivenöl das geniale Kokosöl zu benutzen. Dieses Öl ist wirklich ein Wundermittel! Es hilfreich und angenehm zu verwenden für so erstaunlich viele Zwecke: Kokosöl wirkt antibakteriell, antiviral, antifungal sowie antiparasitär. Es eignet sich wunderbar als Gesichts-und Körperöl, Haarkur, Abschminke, Zahncreme, zum Ölziehen, gegen Zecken bei Haustieren, zur Wundheilung nach Insektenstichen.

Als Beispiel für die Vielseitigkeit von Kokosöl hier ein Rezept für das beste Deo, das ich kenne:

100 ml Bio-Kokosöl, 2 TL Speisestärke, 1 TL Kakaobutter und 2 TL Natron langsam erwärmen, bis sich die pulvrigen Zutaten aufgelöst haben und eine einheitliche Flüssigkeit entstanden ist. Diese etwas abkühlen lassen und einige Tropfen Zitronen- oder Lemongrasöl zugeben. In kleine Töpfchen abfüllen und erkalten lassen.

Eine besonders schöne Einsatzmöglichkeit von Kokosöl ist die Verwendung als Massageöl. Durch seine wunderbaren pflegenden und heilenden Eigenschaften ist dieses Öl der perfekte Begleiter etwa für die Königin aller Massagen: die Lomi-Lomi-Nui. Wenn Du dieses ganz besondere, uralte hawaiianische Massage-Ritual erleben und erlernen möchtest, freue ich mich, Dich bei meinem Ausbildungs-Seminar am 28. – 30. Juli 2017 kennenzulernen oder wiederzusehen.

Diese sanfte und entspannende Ganzkörpermassage ist ein ganz besonderer Genuss – ideal auch für Paare, um einander auf einer neuen Ebene zu begegnen.

Dazu möchte ich euch ein schönes Erlebnis aus meiner Praxis erzählen: Eine Klientin kam zu mir in Einzelsitzungen zum Thema Partnerschaft. Sie war mit ihrem Mann seit über 30 Jahre verheiratet, die Kinder waren aus dem Haus – und sie hatten sich nichts mehr zu sagen. Sie lebten nur noch nebeneinander her. Das Thema Trennung stand im Raum. Ich schlug ihr vor, mit ihrem Mann einen Massagekurs zu besuchen. Ihr Mann war einverstanden, da auch er sich nach einem neuen Weg der Beziehungs-Heilung sehnte. Nach dem Ausbildungswochenende nahmen sie die Massage als festes Ritual in ihren Alltag auf: einmal in der Woche war Massageabend.

Sie massierten sich gegenseitig. Und ohne Worte, nur mit Berührung, entstand eine neue Art der Kommunikation, eine neue Weise einander zu begegnen. Langsam erklommen sie so eine neue Ebene in ihrer Beziehung und erlebten schließlich einen zweiten Frühling Ihrer Beziehung. Noch heute massieren sie sich regelmäßig. Der Kurs liegt 14 Jahre zurück!

Autor: Andrea Engel

Ich bin